provinzgefluester


Das Leben meint es ehrlich
Januar 26, 2008, 2:28
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Willst du deinen Freunden und deiner Familie einen Gefallen tuen, so geh dich erschießen.
Ich habe festgestellt, dass die Wege von Selbstmitleid und Selbstbeweihräucherung nahe beieinander liegen.
Du denkst nur an dich, ob es dir schlecht geht oder du dich überlegen fühlst.
Der Drogenkonsum nimmt ab. Es liegt am Geld und nicht an dir und deiner versifften Einstellung zum Leben.

Der Kapitalismus ist dein Freund. Denn ob du Geld hast oder nicht, er steht dir bei. Dein Notebook kostet hier und jetzt nichts mehr, und du besitzt es. Einzig und allein die stetigen Events wie ein Speedrausch oder der torkelnde Gang nach hause zeigen dir, dass da etwas fehlt.
Man verstehe mich nicht falsch, ich habe einen großen Respekt zu Drogen und deren Wirkungen.
Egal, ob dein Geld vom Sozialamt, vom Drogenhandel oder einem Job kommt, für den du dich jeden Tag kaputt machst.
Es ist und bleibt Geld. Ein nicht zu verachtender Faktor bei den heutigen Preisen von Bier und Gras.
Je mehr Geld dir zu Verfügung steht, desto höher steigt dein Konsum.
Da braucht keiner etwas zu erzählen, man hätte das unter Kontrolle.
Und selbst wenn dein Körper dir signalisiert, dass es wieder einmal etwas viel war. Zu oft zu viel. Was sollte es dich kratzen?
Wer so denkt, kann generell auf die Gesundheit scheißen.
Wozu sollte ich sonst einen Teil meines Geldes in die Krankenkasse investieren, wenn sie mir nicht den Arzt bezahlt, der mich wieder zusammenpflickt?

Geld, Gesellschaft, Gefühle und diese verdammt hohen Graskurse.
Dies sind die Dinge, welche dich ankotzen sollten.

Frei nach Bukowski:
„Manchmal ist mir, als hätte man uns in einen Film gesperrt. Wir kennen unseren Text, wir wissen, wo wir gehn und stehn sollen […] und es gibt keine Kamera. Aber wir können nicht mehr raus. Und es ist ein schlechter Film.“



Understand we’ll go hand in hand
Januar 22, 2008, 12:17
Gespeichert unter: Alltag, political

Halb eins. Gegen eine Brücke pissen. Egal ob jemand guckt oder in der Nähe ist.
Werden wir in 10 Jahren immer noch hier stehen.
Nichts gekifft, trotzdem gesoffen. Der Abend hätte auch ruhiger ausfallen können. Ich hätte Bukowski gelesen und wäre mit dem Gedanken, dass ich doch irgendwo besser sei, in Ruhe eingeschlafen.
Ihr wart da, und ich frage mich, wie es in 10 Jahren an dieser Stelle aussehen sollte.
Fragen bzw. Vorstellungen an die Zukunft bestimmetn mein Denken.

Ich weiß nicht genau seit wann ich mir über diesen Themenkomplex Gedanken mache, aber in letzer Zeit häuft sich so einiges, was mich vor allem heute endlich dazu gebracht hat, mal was aufzuschreiben.
Ist das Leben komplizierter oder einfacher als „früher“? Früher kann jetzt Jeder für sich grob definieren wie er will, ich meine dabei aber etwa eine Zeitspanne von vor rund 10.000 Jahren bis vielleicht zur Industriellen Revolution, der Entdeckung des Stroms und der drahtlosen Kommunikation oder vielleicht auch noch bis zum Zweiten Weltkrieg.
Also eine Zeit, in der Jeder noch ein wenig auf sich selbst und seine unmittelbare Umgebung angewiesen war, aber vielleicht ein völlig anderes Selbstbild und Selbstbewusstsein hatte. Eine Zeit, in der die eigene Leistung des Körpers und des Geistes so ziemlich ein Universalkapital waren. Eine Zeit, in der die Überlieferung einer Nachricht über größere Distanzen noch Tage und Wochen brauchte und eine „Reise“ noch eine völlig andere Bedeutung hatte, weil sie von vorne bis hinten mit Anstrengung aber Erfahrung verbunden war.Das klingt jetzt noch nach toller naturverbundener Selbstverwirklichung, aber in Wirklichkeit waren diese Zeiten auch nicht rosig. Niedrigere Lebenserwartung, Kriege und Krankheiten, Unterdrückung und Klassenkampf durchziehen jede Epoche. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.
Erst die Aufklärung versuchte – und das im Laufe der Zeit ja erfolgreich – dem Menschen sein Schicksal und die Eigenverantwortung in die eigenen Hände zu legen. Eine neue Art Mensch war im Entstehen, der die Welt von oben bis unten zu Begreifen versuchte. Wissenschaft verdrängte Religion, in Europa entwickelte sich so langsam die Demokratie, die Industrielle Revolution förderte die Massenproduktion und parallel dazu verbesserten sich die Lebensumstände. Welche dieser Faktoren sich jetzt gegenseitig bedingte, ist mir nicht bekannt.Jedoch hat sich diese Entwicklung etwa so und nicht anders vollzogen und wir stehen vielleicht nicht an dessen Spitze, aber dennoch weit vorne.
„Eigentlich klasse“, könnte man meinen. Aber der Knackpunkt der ganzen Geschichte ist, dass meiner Ansicht nach Einiges auf der Strecke geblieben ist – beziehungsweise sich nicht wirklich verbessert hat, sondern verschlechtert – oder einige Verbesserungen auf Kosten Anderer einfach zu weit getrieben worden sind:

Da sei einerseits die Bürokratie.
Vor allem hier in Deutschland aber auch weltweit muss man sich damit einfach auseinandersetzen. Papiere und Bescheinigungen hier und da. Ein gewisser Verwaltungsaufwand lässt sich bei wachsender Bevölkerungszahl und vielen Menschen auf einem Haufen einfach nicht vermeiden. Und ich kenne mich zuwenig mit Allem aus, um es gezielt zu kritisieren oder zu boykottieren, aber ich bin der Meinung, dass es den Menschen bedeutend einschränkt und das in vielen Bereichen. Und darauf möchte ich hier hinweisen.

Kennt ihr diese Klischeeszene, in der im Schaufenster ein Schild ausgestellt ist „Help wanted“, jemand läuft in diesen Laden, das Schild wird weggenommen und er ist eingestellt? Wenn es jemals eine Zeit gab, in der das (für ungelernte Arbeitskräfte selbstverständlich) möglich war, dann ist die lange vorbei. Zuviel Bürokratisches Dingdong steht dazwischen. Mir ist es z.b. ehrlich gesagt egal, ob ich bei der Arbeit versichert bin oder nicht. Wenn ich einen Job annehme, dann komplett mit allen Risiken (über die ich mich auch vorher informiere). Ich gehe arbeiten, auch mit dem Bewusstsein, dass ich mich dabei verletzen könnte. Aber das gilt für jede Aktivität meines Tagesablaufs. Ich könnte hier noch weiter in persönliche Erlebnisse abdriften, aber dann verliert sich der Rote Faden zu schnell.
Dann natürlich Zweitens: Kommerz und Kapital
Hier muss man eigentlich nicht mehr viel an Worten verlieren, da Kapitalismus und die Kritik daran ja doch immer häufiger auftreten.
Die Industrielle Revolution und die dadurch eingeleitete Massenproduktion hat den ideellen Wert der Arbeit für den Menschen hemmungslos degradiert und ihn selbst nur zu einem weiteren Faktor im Produktionsprozess gemacht.
Der Mensch fertigt keine Stühle mehr, er baut und wartet Maschinen, die das für ihn tun (immerhin noch etwas) oder er macht Werbung für den Stuhl oder verkauft ihn und all das, obwohl er keine Ahnung mehr von dem Produkt an sich hat. Die Wenigen, die das noch selbst tun – sich selbst in ihrem Produkt verwirklichen und Ahnung haben, von dem, was sie tun – müssen mehr Geld verlangen, um bestehen zu können, aber gehen wegen der billigen Maschinenkonkurrenz unter. Das ist ein weitläufig bekanntes Problem, mit dem sich ja auch vor mir so Einige beschäftigt haben, mag man Marx glauben.

Aber selbst dieser kommunistische bzw. antikapitalistische Ansatz ist, trotz seiner Richtigkeit, veraltet und berührt meiner Meinung nach nicht mal ansatzweise die heutigen, nahezu pervers anmutenden Verhältnisse. Es ist unfassbar, auf welche Arten und Weisen Geld aus etwas gemacht wird. Bildung wird verkauft und drastisch umgestaltet und das im Zuge der „Globalisierung“ oder „Angleichung an europäisches Niveau“ – also Anpassung an wirtschaftsorientiertes Denken und Arbeiten.
Leute werden mit ihren Wünschen und Vorstellungen geködert und dann zur Schau gestellt, bzw. übers Ohr gehauen.
Wenn man auf traditionelle Weise (um wieder auf das zurückzukommen) auf der Suche nach einem einfachen Job mit geringem Verdienst ist, stößt man häufig auf:
1. Promotion und Call Center (zu deutsch: man bekommt Geld, um anderen Leuten auf die Nerven zu gehen, meistens noch auf Provisionsbasis, so dass diese Leute echt hartnäckig sind) oder:
2. Verarsche (erst mal teure Nummern anrufen/1000 Euro blechen und nie Irgendwas bekommen/ein Schneeballsystem/etc.)
Beide meistens mit sehr unrealistischen Gehaltsangaben.
Man muss sich erst durch den Dschungel der bösen Anzeigen und Inserate wühlen, um auf etwas brauchbares zu stoßen. Keine unlösbare Aufgabe, aber auch ein unnötiges Hindernis.
Eine Ausnahme stellt meistens noch die Gastronomie dar.

Dann gibt es noch die vielen kleinen Dinge, über die ich mich täglich aufregen könnte:
Jambaklingeltonwerbung mit Winzigkleingedrucktem. Völlig unfair, vor allem für Kinder, aber leider völlig legitim.
Rechtsradikalismus. Dumm, aggressiv, hohl und gefährlich und das ganz offensichtlich. Aber leider meistens alles im Namen der Meinungsfreiheit und dann völlig legal.
Promimagazine, die den Menschen zeigen, was Fürst XY und Schauspieler YZ in ihrer Freizeit machen, anstatt den Leuten zu helfen, aus ihrem eigenen Leben etwas (oder etwas noch besseres) zu machen.
Übertriebene Vorstellung und Darstellung von Sex, die immer mehr Anstrengung und Druck (vor allem für Heranwachsende) darstellt, als ein zwischenmenschliches Ereignis, das mit Spaß und Freude verbunden sein sollte.
Völlig undurchsichtige und teils ungerechtfertigte Verträge und Gebühren für Dinge, die Allgemeingut werden sollten.

Um halbwegs den Bogen zu bekommen: Es wäre einfach nett, wenn sich der Mensch in einen Mischmasch begeben könnte aus nützlicher Technologie und Wissen(schaft), dabei ständig seiner Selbstverantwortung bewusst und Dinge durch Vernunft entscheiden könnte, so dass sich nicht irgendein Müll durch Gesetzeslücken schlängeln darf. Andererseits einfach Freiheit für den Menschen in Bereichen, in denen er es verdient hat und die Möglichkeit, sich jederzeit zu entfalten und selbst zu verwirklichen.

Aber mittlerweile driften meine eigentlichen Gedanken in Utopien ab. Das war nicht meine Absicht. Ich wollte eigentlich mehr auf die Einleitung eingehen und Jeden dazu anregen, darüber nachzudenken, was er wohl so vor 500-5000 jahren gemacht hätte. Fließend Wasser, Handys und Altersvorsorge gabs natürlich nicht – aber das wussten die Leute ja nicht.
Wärt Ihr ein anderer Mensch? Die Religion und Zivilisation im Gesamten ist mir dabei gar nicht so wichtig, vielmehr interessiert es mich, wo Eure (evtl auch heutigen) Ziele bei den damaligen Gegebenheiten gelegen hätten und was Ihr getan hättet, um diese zu verwirklichen. Back to the Roots praktisch

Ich bin jetzt 20, habe langsam das Interesse mein Leben zu Formen, aber ich komme in der Gesellschaft hier und heute teilweise nicht mehr klar. Wenn es so mit mir weitergeht, wohne ich in zwei Jahren im Wald und jage mein Essen mit einem Speer. peinlich/erstaunt
Und vielmehr frage ich mich auch, ob die Gesellschaft so weitermachen kann, oder ob es irgendwann den großen wirtschaftlichen und sozialen Kollaps gibt, der mir realistischer (und vor allem notwendiger) erscheint, als z.b. eine vernichtende Naturkatastrophe oder einen Atomkrieg.(Alte Einträge, unlängst öffentlich)



Fäuste gegen Deutschland!
Januar 16, 2008, 12:21
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Koch
Klick mich!



1 Kilo nach Frankfurt
Januar 7, 2008, 9:05
Gespeichert unter: Alltag

Stark verschlafen und leicht angekratzt vom vorherigen Abend schleiche ich die Treppe hinoch.
Noch 4 Minuten bis zum Eintreffen der Bahn, Glück gehabt.
Ich treffe T. „Verdammt lange her“, beginnen wir beide fast gleichzeitig.
Etwa 5 Jahre muss es jetzt her sein, dass ich ihn zum letzte Mal traf.
Er erzählte mir Stolz, er müsse wieder zurück nach Frankfurt.
Sei dort 2 Jahre „selbstständig“ gewesen und beginnt nun eine Ausbildung als Koch.

Seine Selbstständigkeit wird mir direkt klar. Damals hatte er eine experimentierfreudige Ader für Drogen.
Ich wusste, er hätte sich nicht geändert.
Im Zug läuft unser Gespräch größtenteils monoton ab. Er spricht, ich denke oder sage ab und zu „hmmm“ oder „hehe“.
Er hänge nur mit den Kroaten und Türken rum in Frankfurt. Coole Leute, immer Party.
Als er immer mehr und mehr auf das Thema Drogen kommt, merke ich, dass mindestens 5 Leute in unserem Umkreis gut genug mithören können.

Nicht dass ich mich schäme, aber Bock auf dumme Blicke habe ich somit gerade gar nicht.
T. erzählt mir von seiner vergangenen Drogentherapie und seinem Koksproblem.
„Fuck“ denke ich und hege Erinnerungen an das vergangene Wochenende. So viel hättest du dir selber nun auch nicht geben müssen. Schalt einen Gang runter!
Immer paradox, wenn einem krasse Druffistorys erzählt werden und man selber direkt daran denkt, seinen Konsum etwas zurückschrauben.
Ich frage ihn, was denn sein Bruder jetzt so macht.

Gehofft hatte ich auf eine paar Dialoge, wo dieser nun wohnt und was er beruflich macht.
Nach 2 Sätzen schwenkt T. zu seinem Bruder und den Frauengeschichten um.
„Da gucke ich auf seinen PC und sehe Muschis. So richtig geile. Ich weiß nicht, wie der Kerl das dauernd reißt. Krass“
Prompt muss er mir auf seinem Handy Halbnackt Bilder von seiner Ex-Freundin zeigen. Mir wird schlecht.
Endlich, Hauptbahnhof. T. sagt, er muss noch 40 Minuten warten.
Wir gehen in den Raucherbereich, mein Anschlusszug müsste bald kommen.
„Alter, wenn du so gut Gras kriegst. Mach mal 1 Kilo fit. Wir kommen dann die Woche aus Frankfurt nochmal runter.“
Ich dachte allen ernstes, ich wäre gerade auf einem krassen Flashback.

Doch dies hier entsprang direkt der Realität.
„Ich ticke garantiert nichts“
„Ach komm, auf die alten Zeiten. Ich mach dir im Gegenzug auch guten Schnee klar“
Mein Magen verkrampft sich. Soll ich die Hohlbirne nun anschreien oder es ihm freundlich klar machen?
„Nein, das ist echt nur im freundschaftlichen Rahmen, nicht darüber hinaus. Geht nicht“ Verdammte scheisse, ich bin so ein Hippie!
Meine Bahn kommt, wir geben uns die Hand. T. stinkt, sieht aber klasse gekleidet aus. Typisches Kokser-Problem. Wieso duschen, die nächste Line liegt doch schon da.
Abends denke ich über alte Zeiten und T. nach. Ich rauche 2 Joints.
Der Rest des Tages war ausnahmsweise entsprechend gut.
Je mehr ich high werde, höre ich T. über die Muschis seines Bruders und seine Drogentherapie philosphieren.
Hoffentlich geht es ihnen gut, den Muschis Drogen!



Alte, verfickte Omas
Januar 7, 2008, 8:39
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Muss ich mir Sorgen machen?



Der Tag ist kein Gegenstück. Die Nacht ist zeitlos.
Januar 5, 2008, 4:37
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Das Fenster neben meinem Bett hat mir schon so manch schöne Momente eingebracht.
Ich gehe schlafen, es ist dunkel.
Ich wache auf, es ist dunkel.
15 Stunden Schlaf, ich habe Rückenschmerzen und der Kaffee ist alle.
Wie lange mag es wohl her sein, wo ich in der Regel nur 5-6 Schlaf brauche, dass ich so lange im Bett verweile.
Keine Party, kein Stress. Ein für meine Verhältnisse relativ normaler Freitag Abend.
Vielleicht war es das Gras oder die gesamte letzte Woche.
Fakt ist, in 2 Stunden ist ein Besuch im Theater angesagt und ich habe das Gefühl, es ist bereits wieder 22.00 Uhr.
Erinnerungen an vor 2 Jahren werden wach.
Ich hatte eine Zeit lang eine Phase, in welcher ich oft den Tag überschlafen habe.
Tagträume prägten die Zeit und ich fiel in ein immer tieferes Loch.
Geschriebenes aus dieser Zeit vergammelt schon lange auf meiner Festplatte und ich denke daran, wie es wäre, wieder in ein Loch oder Phasen meiner alten und geliebten Tagträume zu verfallen.
Schöne Erinnerungen an äußerlich schlimme Zeiten waren wohl schon immer etwas für mich.
Seien es Depression, allabendliche Abstürze oder einfache Hilfslosigkeit.
Ich hätte vor 2 Jahre nie gedacht, dass ich eines Abends hier sitzen und mich mit einem Lächeln an diese Zeit erinnern würde.
Sarkasmus auf einem mir genau gerechten Niveau.
Theaterbesuch in weniger als 2 Stunden, und das Aufstehen fällt schwer.

Zum Firmament seh’ ich auf
Denn beim Blick in die Weiten
Zählt wenig, was zwischen uns liegt
Sterne blicken zurück
Rufen: „Fliege, mein Freund, heute Nacht ist dein Tag
und wer klug ist, der fliegt.

~ Samsas Traum – Heute Nacht ist dein Tag



Neujahrsempfang II
Januar 3, 2008, 9:59
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Etwas positives vor sich zu haben und selber zu erkennen, dass es nicht schlecht ist.
Wohl eine der Gaben, welche mir von Grund auf fehlen.
Ich kann noch so viel Gutes erleben, schöne Momente.
Ein guter Jahresanfang und ein gutes Ende. Auf dem Weg nach hause, kein einziges Lächeln auf den Lippen. Immer mit dem Gedanken unterwegs:
„Es wird wieder schlimmer kommen, und du Vollidiot warst nicht darauf eingestellt“.
Der Kaffee war zu heiß und das Feuerzeug verschwunden.
Eine Art Metapher als Aussicht auf die nächsten Monate?

Alles hinwerfen oder etwas dafür tun? Ängste überwinden oder sich verkriechen.
In vielen Momenten wünschte ich, Bukowski oder Kafka würden bei mir sitzen und mir zeigen wie es geht.
Wahrscheinlich würden wir ein paar Trips schmeißen, etwas rauchen oder uns über die Gesellschaft streiten.

Und letztendlich würde mir keiner von beiden einen Ratschlag geben können.
Also, verficktes Jahr 2008: Ich will Liebe, Arbeit, Geld, Drogen und meinen Führerschein. Ansonsten hast du bei mir verschissen.

meine Sache, mein Problem
ich werd nicht untergehen
statt der weißen Fahne, werdet ihr
meinen Mittelfinger sehen!

meine Sache, mein Problem
ich werd nicht untergehen
und wenn du wartest,
werde ich an deiner Seite stehen

~ Broilers – Meine Sache



Neujahrsempfang
Januar 1, 2008, 4:20
Gespeichert unter: Alltag

Kein Rauschbericht trotz Rausch.
Keine Gefühlsrotzerei trotz Gefühlen.

An Neujahr mache ich frei und schenke allen Lesern ein paarAuszüge eines großartigen Stückes.

Are you sick of yearning?
This invisible fortress, this isolation
Is your heart’s cancer
There’s no reason hiding
Your great walls of self-defense
Pull them all down
No need to retreat
Your great walls of insecurity
Pull them all down
Listen to what isn’t said
See what is not shown
Learn this language free from words
Don’t be deceived

~Neaera – Save the drowning child