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Die Hornhaut unter meinen Füßen muss bereits so dick sein, dass ich diesen ganzen beschissenen Scherbenhaufen schon gar nicht mehr spüre.
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Schwindel im Kopf. Irgendwie stinkt es hier nach Kotze.
Und wieso dreht sich alles? Elementare Suche nach einer Zigarette.
Irgendwo bei der Wodkaflasche und dem ausglühenden Joint ist die letzte Erinnerung hängen geblieben.
Nach hause, einfach und schnell. Der Bahnhof ist nur einen Schritt weiter entfernt.
Im Zug werde ich angestarrt. Ich muss stinken wie ein verdammter Säufer. Das dazugehörige Aussehen passt. Perfekt!
Die Liste vergangener Anrufe ist lang und irgendwo muss jemand wichtiges sein.
Wo liegt der größere Horrortrip? Die Zugfahrt oder der Weg vom Bahnhof zur heißgeliebten Dusche?
Ein Vater mit seinen 3 Kindern im Anhang wirft mir böse Blicke zu.
Ja genau, Wichser! Was habe ich besseres als du, außer die Freiheit, am Wochenende auf abgeranzten Sofas meinen Rausch auszuschlafen?
Purer Selbsthass und das einzige Verlangen, endlich duschen zu können.
Tee, ein sehr langer Filmriss und bloß schnell wieder zurück.
„Voll Absturz und ultra Pennerstyle“ ist die Aussage einer Freundin.
Und ich fange wieder an, mich für meinen Lebensstil zu lieben.
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Lange geplant, doch nicht wirklich durchgezogen.
Alter Stuff von mir, unlängst veröffentlicht.
Doppelmord
Ich schaute meine Hand an. Sie war blutig. Ich habe ihn noch angefasst. Wollte ihn noch schön an die Wand legen, bevor die Polizei kam. Die Tür ging auf. Da waren sie, die Waffen gezogen. Den Blick an die Wand gerichtet, wo Alex lag. Er sah gar nicht traurig aus. Ich habe ihm geholfen, habe ihm die Erlösung gebracht. Einer der Polizisten geht mit vorgehaltener Waffe auf mich zu. Sein Blick ist starr. Ich schaue ihn an. Die Pistole immer noch in der Hand haltend. „Legen sie die Waffe weg. Seien sie doch vernünftig“ Ich war doch vernünftig. Ich habe Alex geholfen. Ich lege die Waffe weg, richte mich auf und gehe auf Alex zu. Die beiden Polizisten machen nichts. Sehen zu, wie ich meinen Kopf an Alex Ohr lege und ihm zuflüstere. „Jetzt geht es dir gut. Du hast keine Schmerzen mehr, keine Depressionen. Du bist befreit. Du bist gesund“. Das Zimmer schloss mich ein. Ich fühlte mich wie in Trance. Wie auf einem schlechten Drogen-Trip. Die Temperatur in mir stieg und stieg. Ich konnte die Schweißperlen spüren, wie sie sich den Weg durch meine Gesichtskonturen bahnten. Bis hinunter zu meinem Hals. Plötzlich hat die Realität mich wieder in ihren intriganten Fängen. „Warum haben sie das getan. Was dieser Mensch denn schlimmes gemacht, dass sie ihn erschossen haben?“ „Er war krank. Manisch depressiv. Er hätte es doch selber gemacht, hätte er den Mut dazu gehabt. Er redete doch immer davon, wie gern er sich töten würde“ Selbstmord. Aber nur erschießen, in einem Raum wieder diesem hier. Das hatte Stil. Kein Erhängen. Nicht die Pulsader aufschneiden. Nicht von einer Brücke springen. Das macht doch heutzutage jeder. Man muss aus der Reihe fallen. Am besten mit einem dicken Kaliber in einem kleinen Raum. Dann erreicht das ganze seinen Höhepunkt. Das Blut fließt die Tapete runter wie Kleister. Die Gehirnfetzen hängen an den Gardinen. Überall wo man hinguckt. Ein Paradies für einen Selbstmörder. „Aber sie können ihm doch nicht die Entscheidung abnehmen. Sie können doch nicht einfach den Tod ihres besten Freundes bestimmen“ „Wieso nicht. Er ist jetzt garantiert froh, nicht mehr auf dieser Erde sein tristes Dasein zu fristen. Es war sowieso nur eine Frage der Zeit, bis es passieren würde“ „Wollen sie damit sagen, dass sie den Mord geplant haben. Beachten sie, das würde ihr Strafmaß erheblich erhöhen.“ „Nein, geplant kann man das nicht nennen. Am Anfang war es mir immer noch egal, wenn er seine Depressionen hatte und immer wieder davon sprach, sich umzubringen. Aber irgendwann hat es nur noch genervt. Ich fragte ihn öfters, warum er es denn nicht einfach tut. Warum er so feige ist, immer nur davon redet, aber es nie durchsetzt. Wissen Sie, wenn Sie über 2 Jahre lang mit so einem Menschen auf engstem Raum zusammen leben, dann erkennen sie irgendwann auch seine Schwäche. Tja, und Alex besaß halt die Schwäche, immer große Töne zu spucken, aber im Endeffekt nichts zu tun. Immer nur labern, labern und labern.“ „Und das rechtfertigt für Sie, einen Menschen umzubringen? Wieso haben sie nicht einen Arzt oder einen Psychiater kontaktiert? Einen Menschen, der ihm helfen konnte. Der ihm von seiner Krankheit heilen konnte?“ „Ich war sein Arzt und sein Psychiater. Ich habe ihm jeden Tag zugehört. Immer, wenn er reden wollte war ich da. Und letztendlich habe ich ihn doch von seiner Krankheit vollends erlöst.“ „Sie sind ebenfalls krank. Drehen sie sich bitte um, ich lege ihnen jetzt Handschellen an. Die Kripo kommt gleich und stellt hier alle Spuren sicher. Wir fahren jetzt erstmal aufs Revier. Haben sie einen Anwalt? Ich verneinte, drehte mich um und ließ mich in Ketten legen. Vielleicht sogar zu meiner eigenen Sicherheit. Bevor wir den Raum verließen, schaute ich noch mal zu Alex hinüber. Seine Haut wurde immer bleicher, das Blut trockener. Ich wollte ihm noch einmal Tschüss sagen, ihn fragen, wie es ihm denn jetzt ging. Ich schaute in den Spiegel. Ein Teil meines Schädels fehlte. Gehirnmasse lag auf meiner Schulter, Blut strömte aus meiner Nase und meinen Mund. Mein bester Freund, mit dem ich jeden Gedanken geteilt hatte, der Tag und Nacht bei mir und mich immer zuhörte. Er war es, der mich umgebracht hat. Und ich war froh darüber.
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Schon wieder so spät.
Schon wieder dieses Licht, gegeben von einem Ding namens Sonne.
Irgendwann heute Nacht ein kompletter Absturz.
Den Körper an seine Grenzen treiben. Erst Müdigkeit, dann Zittern.
Ein dunkler Schatten, der auf dich einredet. Schlafen.
Viel zu viel Gedanken. Beängstigende Träume.
Blut, Schweiß. Kaffee. Kopf freikriegen.
Ich will mehr vom Wenigen und weniger vom Mehr!
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es ist doch plump. verfluchte scheisse nochmal. wir gehen mindestens 4 von 7 tagen in ein und den selben laden. kiffen, saufen, prügeln. und wenn das keine naivität ist, wenn wir selber nicht mehr erkennen wollen was wir da überhaupt machen. dann hast du deine plumpheit. dann erst wissen wir, dass es uns gefällt und der rest scheiss egal ist. das ist keine freiheit und auch keine anarchie. das ist pure ignoranz und sie fühlt sich verdammt gut an.
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4 Uhr Nachts.
Die Stadt ist komplett vernebelt, die Straßenlaternen aus.
Wäre ich nicht so betrunken, könnte ich es vielleicht sogar genießen.
Ein langer Heimweg und ein kurzer Joint.
Ich versuche mich auf den Himmel zu konzentrieren, sofern ich ihn erkennen kann. Ein komisches Gefühl.
Eine Stadt der Toten, oder bin nur ich es, der aus dem Rahmen fällt?
Keine Menschenseele, nicht einmal eine Katze oder ähnliches.
Hier sollte es mir gut gehen. Völlige Ruhe.
Der allseits bekannte „Ich bin nie zufrieden“ Mann setzt ein.
Ich wünsche mir Gewalt, brachiale Gewalt. Hier auf der Straße.
Hier im Nebel. Sekunden später stoppe ich, um meine Gedanken zu sortieren. Vegetiere ich vor mich hin oder ist dies hier alles dieses Gefühl von „Freiheit?
Unter der Woche um 5 Uhr zu hause zu sein? Alleine durch die Stadt zu torkeln?
Obwohl ich hundemüde sein sollte, fällt es mir schwer zu schlafen.
Musik hilft und die letzten Gedanken gelten den verschollenen Erinnerungen, was man nach dem Aufstehen noch zu erledigen hat.
Als ich aufwache schmerzt mein Kopf. Es ist später als üblich.
Erst habe ich das Gefühl, dass von allem von heute Nacht noch viel in mir steckt. Ich täusche mich. Es ist eine gähnende Leere. Nicht zu vergleichen mit der oft dazugehörigen Antriebslosigkeit.
Anziehen, Küche aufräumen und erste leichte Nahrungsaufnahme.
Die Gedanken an den Heimweg zerren an mir und ich bin mir sicher, dass hinter diesem komischen Gefühl mehr steckt.
Der Kaffee lenkt mich ab und ich versuche, einigermaßen für Ordnung zu sorgen.
In meinem Kopf sowieso in diesem Zimmer hier.
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Menschen verletzen und Menschen lieben liegt so nah beineinander, bei der Erkenntnis wurde mir schlecht.
Der Kopf schmerzte, das Zimmer verraucht und das beklemmende Gefühl, dass dieses „alleine sein“ das Beste sei.
Wieder Gedanken in Worte zu fassen, fiel mir schwer.
Hilflosigkeit als höchstes der Gefühle.
Abends betrunken und high im Bett zu liegen, ein Joint am Fenster oder einsame Zugfahrten.
All das als eine Rechnung anzusehen, die ich mit mir trage.
Menschen zu verletzen und zu betrügen tut erst weh, wenn man endgültig alleine ist.
Ich kannte es nicht anders und die Akzeptanz dessen überstieg die Warnung, alles irgendwie wieder geradezubiegen.
Vielleicht diesen Blog schließen, Abstand nehmen und ein kleines Stück von diesem komischen „Neuanfang“ genießen.
Wie würde so ein Neuanfang denn anfangen? Ich war mir über nichts und niemanden mehr sicher.
Ignoranz! Konnte es das sein? Sich von allem bösen abzuschotten und in Drogen und Selbstmitleid zu versinken? Bukowski würde es mir danken.
In gutem Glauben zu sterben, dass seine Schriften noch heute Menschen beeinflussen und bereichern würden.
Doch selbst diese Schiene verliert sich irgendwo. Spätestens dann, wenn man ohne Augenringe und erweiterte Pupillen zu einem Bewerbungsgespräch erscheinen oder endlich den Führerschein machen möchte.
Charles, vielleicht kannst du mir irgendwann mal einen guten Tipp vorbeibringen. Und wenn es nicht gerade in Form von Bier ist.
Hilflosigkeit, die Zigaretten werden weniger und der Kaffee ist kalt.
Das sollte sie sein und ich war von ihr umgeben.
Also, was wollt ihr mehr? Durchigeschichten, gewaltige Drogenexesse, wehleidige Texte oder alles in einem?
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Schlaf! Ihr verdammten Schweine. Ihr habt mich im Stich gelassen.
Alex sah verschlafen aus. Ich bot an, erstmal etwas zu trinken zu holen.
Bei dem Pappmaul und einem etwas wackeligem Magen war dies gegen halb neun nicht gerade die schlechteste Idee.
Ich nahm Zigaretten, einen Energydrink und dieses Wasser mit Kirschgeschmack. 15-facher Gehalt an Sauerstoff.
Wer das glaubt, bestellt auch im Tv-Shop.
Sie nahm nur ein Wasser. Ein Schokotrunk für Alex, und so schnell wie wir kamen verließen wir den Laden.
Der Bahnhof erinnerte mich an dieses verdammte Musikvideo. Ein Zombie sucht ein Konzert. Irgendein Hinweis auf diese tote Stadt.
Trotz aller morgendlichen Stärke und der frischen Luft sank ich zurück ins Sofa. Hätte es Kaffee gegeben, meine Freunde, wir wären geblieben. Womöglich bis zum nächsten Abend und weiterfeiern.
„So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende“
~ Kettcar
Der Weg nach hause glich eher einem leichtem Horrortrip statt einem gemütlichen Morgenspaziergang.
Ich hasse diese mir so unvertrauten Menschen. Meine Pupillen hatten eine unmenschliche Größe angenommen, abgesehen von meinen Augenrändern ein wesentlicher Faktor, um sich im Tummel des überfüllten Wochenmarktes einzugliedern.
Brötchen holen und Kaffee machen. Ich würde mich in mein Zimmer retten, und nur noch alles abschweifen lassen.
Beim Bäcker ziehe ich merkwürdige Blicke auf mich. Aller Erfahrung nach werde ich wohl stinken, oder ich ersteche gerade die Kassiererin mit meinen Pupillen.
„Jetzt gib mir die verschissenen Brötchen und sag was du kriegst!“.
Beim warten einen kleinen Tagtraum zu erleben, ist in größeren Bäckereien unvorteilhaft. Gerade, wenn man dran ist fehlt etwa die Stimme oder man gibt die Bestellung so leise ab, dass selbst die eigenen Synapsen sich winden müssen, um es mitzukriegen.
Verdammt, nach hause. Aber schnell. Der Kaffee fungiert in diesen Momenten als eine Art Traktorstrahl, der dich nach hause zieht.
„Alter, rafft ihrs nicht? Das hier ist ein gottverdammtes Drogenhaus! Was besseres kann einem gar nicht passieren!“
~ Verwirrter Junge, auf der Suche nach einem besseren Sessel
Keinen Kater, eine neue Packung Zigaretten. 7 Stunden Party, 2 Stunden Schlaf. Rückenschmerzen. Leichte Benommenheit. Kaffee und Brötchen um halb Zehn.
Alles nur, um Bukowski anzukacken und sagen zu können:
Was sind schon Drogen, Frauen und Feiern gegen diese verdammte Portion von Freiheit?
Wenn du mit 35 Jahren dies immer noch tuen kannst, ohne beim Bäcker Angst vor deinem Chef und den Nachbarn zu haben.
Wenn dir bewusst wird, dass Normen nur Spaßbefreier sind.
Charles, wenn du dies von da oben mitliest. Man möge mir verzeihen.
Ich feierte den anstehenden Abend schon jetzt ab und holte Kaffee.
Irgendwoher musste diese Energie ja kommen.
„wir waren die ersten, die kamen
die letzten die gingen.
Verschliefen in den S-bahn-sitzen“
~ Kettcar – Ausgetrunken