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Ich will das einmal alles anhält, und ich endlich meine Zeit kriege, über alles nachzudenken und endlich Entscheidungen zu treffen.
Endlich den Arsch hochzukriegen, die Lustlosigkeit zu bekämpfen und der Antriebslosigkeit den Krieg zu erklären.
Nach der Arbeit spontan das Badezimmer zu putzen, den Kaffee vom Morgen wegzukippen und 5 Minuten lang die vielen Pfandflaschen anzuglotzen, mit der Frage im Hinterkopf „Wann bringe ich den Scheiss endlich weg?“.
Pfandflaschen sind eine schöne Metapher für das, was ich in letzter Zeit immer wieder merke und fühle. Eine Wiederholung von Ereignissen. Flaschen kaufen, trinken, Flaschen wegbringen. Kaufen, Trinken, Wegbringen.
Ohne einen Funken von Veränderung.
Wenn ich früh Morgens gegen den Kater ankämpfe, dann markiert dies bereits den Höhepunkt meines Tages. Und irgendwann dann fragt man sich immer wieder einmal selber, ob dieses rumsaufen, kiffen, feiern, lieben, verletzen und letztendlich auf die Fresse fallen so gewollt ist.
Ich will wieder schreiben, in diesem Blog, und zwar nicht mehr oder nur darüber, wie schnitzeldrauf ich wieder war, wie beschissen alles läuft oder warum auch immer ich nur depressiven Mist aus mir rauskriege.
Darüber schreiben, warum das mit der Liebe und den daraus resultierenden Enttäuschungen und Erfolgen ein regelrechter Kreislauf ist. Warum Myspace letztendlich doch nur Selbstprofilierung ist und was es mit dem Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft auf sich hat.
Ich dachte 5 Minuten über Straight Edge und einen Neuanfang nach.
Danach bestellte ich noch einen Drink.
“Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war.”
Bertold Brecht
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