provinzgefluester


Es ist schwer, den guten Glauben zu verlieren
August 23, 2008, 1:45
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Guten Tag Herr Unbekannt

Nachdem ich nun meine Zimmerwand angekotzt und Kaffee gekocht habe, denke ich ist es an der Zeit, dieses Drecksloch hier zu kündigen.
Ich meine Hey, so schlimm war die Zeit jetzt auch nicht.
Ich habe mit 4 Frauen in diesen Räumen geschlafen, an die 100 Gramm Gras verraucht, geschätzte 300 Becks getrunken und es sogar mit nem Kerl getrieben.

Kennen Sie eigentlich dieses durchtrieben beschissene Phrase ala „Home is where your heart is?“
Ein Scheissdreck von Poesie, sage ich Ihnen.
Oder haben Sie verstanden, warum Sie Arzt geworden sind, viel Geld besitzen, eine Familie gegründet und sich hier niedergelassen haben?

Eigentlich bedarf es bei den Dingen, die wir tun, keiner Erklärung.
Wir handeln im kapitalistischem Verhältniss, und das können Sie schlecht leugnen, immer nach der Notwendigkeit.
Wenn ich es als Notwendig sehe, Leute auseinanderzunehmen, dann bedarf es keiner Erklärung. Ok, vielleicht einer Frage warum diese Sehnsucht nach Gewalt so vorherrscht. Notwendigkeit!

Aber ich möchte Sie selbstverständlich nicht mit meinen ach so tollen Theorien und Erzählungen nerven.
Sie haben sicher wichtigere Dinge in Ihrer Notwendigkeit zu tun, an einem so schönen Samstag Nachmittag.
Ihren neuen Sportwagen ausfahren (Und ich denke, dass meine Mietbeträge da schon gutwas geleistet haben), das Kindermädchen verführen oder vielleicht einfach mal anfangen Koks zu ziehen.

Notwendigkeit wird auch Sie wieder jung, oder wenigstens ein bisschen weniger alt und verbissen machen.

Während ich hier sitze, mit dem Rauchen nicht aufhöre und mich frage, welche Art von Notwendigkeit mir das Leben heute noch so in den Schoß knallt.



Scheisshausnotizen
August 13, 2008, 8:58
Gespeichert unter: Alltag

ich sollte mir n notizbuch zulegen, dann käme da auch mehr selbstzerstörerischer, mentaler und vor/nach pubertärer scheiss rüber. mit drogen, prollen, pöbeln und hass auf deutschland kommt man zwar immer in probleme, aber somit auch durchs leben.

Nebenbei habe ich nun innerhalb von zwei Wochen wieder drei Bücher gelesen.  Nicht, dass einem in dem Laden hier noch langweilig wird. In meiner Wohnung riecht es nach Kaffee und mir ist schlecht.

….. Und wer es erkennt, Viel Spaß in Dänemark!



Nachgereicht
August 10, 2008, 10:34
Gespeichert unter: Alltag

Wenn selbst das Wochenende als ausweglose Monotonie erscheint, ist es dringend erforderlich, sich neue Ziele und Wege abzustecken.

Freitag Abend steige ich , 4 Bier leichter, aus dem Zug.
Und obwohl die Vorfreude auf Party, Leute, Krawall und Sex wieder vorherrscht, so lag bereits während der Hinfahrt ein Gefühl von Monotonie und damit verbundener Gleichgültigkeit auf mir.
Abgesehen von der Anwesenheit einer sehr guten Freundin war der Ablauf des Abends ebenso eher schlecht als recht.
Wir gehen in den Schuppen,in welchem ich über 2 Jahre fast jeden Tag verbracht habe.
Ich treffe auf ein paar gute Bekannte.

Absturz. Ich baue einen Joint, wir rauchen. Nach 10 Minuten wird das Chillen zu beschissen.
Ich kann es vorerst selbt nicht ganz begreifen. Früher hätte ich wahrscheinlich so bekifft dort locker 2 weitere Stunden verbringen können.
Avancen zum Spießer? Ich denke nicht.

Am Ende des Abends sitzen wir auf meiner Veranda, hören dem Jubel der Türkei-Fans zu und quatsche zusammenhangslosen Mist. Die EM kotzt mich an.

Samstag geht der Tag mit allerlei Beschäftigung um.
Abends fahren wir mit ein paar Leuten auf die Überraschungsparty für diesen netten Blogger.
Kurz vorher lasse ich mir meine Haarpracht auf 6mm kürzen.
Warum? Weil ich Bock drauf habe. Und das Äußere ist doch eh scheiss egal, oder etwa nicht?
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Route, eine Flirt zwischen unserem Fahrer und der Tankstellenbedienung erreichen wir nach einer Stunde endlich unser Ziel.

Eigentlich alles nicht ganz mein Geschmack.
Die teils gute Musik kommt von weit oben aus dem Fenster, nebenan toben sich irgendwelche Schüler über ihren Abschluss aus.
Trotzdem freut es mich hier. Ich treffe viele alte Bekannte wieder, taumel von Umarmung zu Umarmung, von Gespräch zu Gespräch.
Es gibt genug Bier, und irgendwann sehe ich den Zeitpunkt gegeben, an dem die Anwesenheit von THC notwendig zu sein scheint.
Ich baue ein gutes Tütchen, leihe jemand anderem meine Blättchen und warte.
10 Minuten später stehen wir in einer Gruppe mit 5 Leuten und 2 Joints.
Ich versuche zu flirten, klappt nicht. Witze reißen, zu stumpf.

Aufs Klo gehen und Bier holen erscheint mir als die bessere Alternative.
Das Bedürfniss nach der Ruhe im Rausch.
Als der Kühlschrank in unserem Gespräch über Nationalismus und Antisemitismus keine Argumente mehr findet, gehe ich wieder nach oben.
Irgendein Kerl spielt Guitar Hero. Ich unterhalte mich mit einer guten Bekannten.

Wir fahren zurück und ich frage mich auf der 1-Stündigen Fahrt, was all diese Leute wohl in 2 Jahren machen werden.
Als ich zu hause ankomme, ist es 4 Uhr morgens. Ich fühle mich nüchtern und leer. Keine Parallelen.
Ein Joint zum Abschluss, und ich falle in einen unruhigen Schlaf. Meine letzten Gedanken drehen sich um Sex und Sehnsucht.

Aufwachen, Essen, Sachen packen, streiten.
Meine Mutter bringt mich zum Bahnhof. An der Tankstelle kaufe ich mir 2 Bier für die Fahrt, und schon geht es wieder los.
Ein fast endloses Streitgespräch über mich, mein Geld und meinen Drogenkonsum.
Ich schalte irgendwann auf stumm und gebe ihr am Bahnhof eine halbherzige Umarmung.
Im Zug schreibe ich 3 Din a 4 Seite, trinke mein Bier und schaue dem Unwetter draußen zu.

Wasted Time



Wenn es wieder spontan und unerwartet eintritt
August 3, 2008, 10:53
Gespeichert unter: Alltag

Zeit ist relativ.
Wenn ich jetzt und hier an dich denke, ist es egal, ob ich betrunken bin oder vor über einem halben Jahr neben dir lag.
Dein Freund wird dir wohl gleich noch schreiben und dir sagen, wie sehr er dich liebt.
Ich habe es versäumt und mich davor versteckt, es dir zu sagen.
Da die meisten Gedanken hier in einer inviduellen Art von Rausch entstanden sind, werden es diese auch sein.
Bloc Party laufen zum dritten Mal und frage mich, was hier eigentlich stehen sollte.
Noch nicht einmal in deine Nähe werde ich ziehen und doch ist alles wie damals, wenn ich mich wieder einmal selber innerlich vollkotze.

Vertrau nicht dessen, was ich als Ausrede benutzt habe.

So when you gonna realise
Those are not your wrongs to right?
Have another line, have another drink



gegen die realitaet
August 3, 2008, 8:44
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mukuh ist da.