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Ein letztes Mal aufstehen. Der Zug.
Müdigkeit. Ein letztes Mal der 1,80 Kaffee.
4 Monate Frühschicht und Party.
Keine Ahnung, wie es nun weiter gehen soll.
Eine Woche Urlaub, auskatern.
Straight beschissenen daherkommen, irgendwie ist mir das in letzter Zeit nie aufgefallen.
Besoffen schlafen, besoffen aufstehen. Zwischendurch ein bisschen unliebsame Realität und verzweifelte Suche nach den Gedanken vergangener Tage.
Wahrscheinlich das Ergebniss koordinierter Depressionen, unbedachten Drogenkonsums oder einer klaren „scheissegalsaufenfickenoi!“ Haltung.
Als ich vor einigen Tagen gefragt wurde, was ich mir denn für dieses Jahr noch so vorstellen kann, hätte es spätestens knallen sollen.
Was denn vorstellen, verfickter Spinner? Mich in eine Yuppie-WG knallen, studieren und eloquent beschissene Blogeinträge verfassen.
Und dann höre ich euch in der Straßenbahn über Integration und Mauerfall reden. Dresden und Trümmerfrauen. Verbale Hitlergrüße. Direkt in die Schnauze.
Ich sehe nur noch mich in der Scheibe. Die Realität entspiegelt.
„Einen Grabstein für den ganzen Schlamassel und darauf gehört die Inschrift:
Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu.“ (Ch. Bukowski)
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Bei langsam erdrückendem Atem. Volle Straßenbahn.
Ein unendlicher Tag. Zeitlos besetzt.
„ich will auch nach hause“
Musst du nicht. Ist doch mal was anderes, und eigentlich eher cool hier.
Verwirrte Handygespräche und pc´le Taktshow im Strobo.
Hier zieht all dies an dir vorbei.
Zug, Duschen, Pizza, Becks.
Etwas Ruhe, Thekendienst.
Irgendwo legt jemand einen ATR Remix auf.
„Hey, lass von dir hören! Und stör dich an all dem nicht.“
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[22:06:31] > jaja demokratie als grundvorraussetzung für den kommunismus wuerd ich ja aber auch eher fragwuerdig sehen.
[22:06:42] > eher direkt in die schnauze da
[22:07:41] > den kommunismus durchprügeln. organisiert euch[22:07:09] > aber bitte mit kritik an der warenfoermigen gesellschaft oi
[22:07:11] > und soooooooooh
Diese Tage sind auch unsere… Diese Tage sind den hunderten MigrantInnen und Flüchtlingen, die an den Grenzen, in den Polizeirevieren, am Arbeitsplatz ermordet wurden, gewidmet. Sie sind den – durch Bullen oder die empörten Bürger – Ermordeten gewidmet. Sie sind für die, die umgebracht wurden, weil sie die Grenzen überschritten, weil sie wie Hunde schufteten, weil sie sich weigerten den Kopf zu senken, weil sei nichts getan haben. Sie sind für Gramos Palussi, für Louan Berdelima, für Edison Jahajt, für Toni Onouaha, für Abdurahim Idriz, für Modasser Mohamed Asraf und viele andere, die wir nicht vergessen werden.
Diese Tage gelten der täglichen Polizeigewalt, die bis dato unbeantwortet, unbestraft geblieben ist.
Sie sind der Erniedrigungen an den Grenzen und in den Flüchtlingslagern, die bis heute anhalten, gewidmet. Sie sind den willkürlichen Urteilen der griechischen Gerichte, den MigrantInnen und Flüchtlingen, die zu Unrecht in Gefängnissen sitzen, der Gerechtigkeit, die sie uns beraubt haben, gewidmet.
Café Morgenland: Diese Tage sind auch unsere.
Wir haben nichts vergessen, wir werden nichts vergessen.
Diese Tage sind auch eure,
Louan, Toni, Mohamed, Alexis…
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Die Rolle des Statisten liegt mir.
Unbedacht irgendwo rumstehen, saufen und rauchen.
Schöner sind dann Zugfahrten wie diese. Eigentlich total am Boden und trotzdem im Regionalexpress in das obere Abteil setzen.
But Alive im Ohr. Ich lese über Rostock-Lichtenhagen, beobachtet vom stolzen deutschen deutschen Volke.
Die Sonne ist wohl noch das einzig schöne auf diesem Stück Erde. Brett vor dem Kopf.
Für John Lennon. Dem alten Arschloch!.
Der erste, der ein Feuerzeug rausholt bei der Nummer, der kriegt von mir eine persönlich in die Schnauze. Frauen, Männer, Behinderte. Alles egal. Alles scheissegal. Der kriegt voll eine rein!
Klar kommen da bessere Zeiten. Richtig coole sogar. Wo all das Übel etwas Abstand nimmt. Nicht mehr diese schlaflosen Nächte und das große Schweigen. Man wird ja nicht jünger.
Und vielleicht legt der DJ auch mal etwas auf, bei dem ich dich küssen kann.
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Ich schwierigen Zeiten sind es dann wohl die Momente, in denen man bekifft auf dem Klo sitzt und die Handtücher so intensiv rüberkommen, die einem das gewisse Etwas geben.